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Additive P1000 GasLube

Additive: P 1000 von ERC sorgt weiter für positive Schlagzeilen

28. Februar 2013 – 16:23 | Kommentare deaktiviert

Ventil-Schutz-Additiv nachweislich gestoppt
Selten fand ein Bericht über das neu entwickelte Ventil-Schutz-Additiv P 1000 von ERC, das nach Herstellerangaben einen wirksamen Schutz auch für nicht gasfeste Motoren darstellt.
Doch wie so oft im Leben, waren die Meinungen …

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Das Steuergerät als wichtiges Bauteil der Gasanlage

28. Februar 2013 – 16:36 | Kommentare deaktiviert
Autogasanlage verständlich

Zu den wichtigsten Bauteilen der Autogasanlage zählt das Gassteuergerät. Es entscheidet letztlich in erheblichem Umfang mit über die Qualität einer Gasanlage. Deshalb haben viele Hersteller von Gaskomponenten eine eigene Fertigungslinie für die Gassteuergeräte geschaffen: Landirenzo kaufte den Steuergeräte-Spezialisten AEB dazu, bei BRC werden die Steuergeräte von MTE gefertigt und AC.SA, der polnische Steuergerätespezialist, fertigt ebenfalls im eigenen Haus. Eine Eigenschaft haben jedoch alle Steuergeräte gemeinsam: Sie gaukeln dem Motorsteuergerät vor, das Fahrzeug würde weiterhin im Benzinbetrieb laufen, während es tatsächlich bereits auf Gas fährt.
Was auf den ersten Blick recht einfach erscheint, ist in der Praxis ein Akt, der oftmals der Quadratur des Kreises gleicht: Die großen Steuergerätehersteller, die auch die OEM beliefern, nämlich Conti, Siemens, Bosch, VDO und Magneti Marelli beispielsweise entwickeln Motorsteuergeräte für alle Fahrzeugtypen, die den unterschiedlichsten Anforderungen an die jeweilige Motorentechnik genügen müssen. Diesen Anforderungen laufen die Gassteuergerätehersteller ständig hinterher, eine Art Rennen wie beim Hasen und dem Igel ist die Folge. Einfacher wäre es auf Dauer, wenn die Gastechnik in die Originalsteuergeräte integriert wäre, die technischen Möglichkeiten dafür sind längst vorhanden. Ähnlich wie beim PC daheim müsste dem Motorsteuergerät nur eine zusätzliche Software aufgespielt werden. Diesen Weg geht derzeit bereits Fiat in Italien, aus Kostengründen und aus technischer Sicht übernimmt bei den OEM-Lösungen, die im Werk Tychy montiert werden, das fahrzeugeigene Steuergerät auch das Management im Gasbetrieb. Solche Lösungen lohnen sich herstellerseitig aber nur bei bestimmten Umsatzvolumina und sind deshalb noch rar gesät.

Gassteuergerät dazwischen

Aus diesem Grund sollten Autogasfahrer in Deutschland auch wissen, wie das Gassteuergerät eigentlich funktioniert. Das Motorsteuergerät regelt über elektrische Impulse die Benzinmenge, die im jeweiligen Fahrzustand eingespritzt wird. Dafür sind unter anderem die Einspritzdüsen mit elektrischen Kabeln mit dem Motorsteuergerät verbunden. Rüstet man das Fahrzeug auf Gas um, werden diese Leitungen gekappt und ein Gassteuergerät dazwischen geschaltet. Das heißt vereinfacht, dass das Motorsteuergerät die Einspritzsignale nicht an die Benzindüsen liefert, sondern über das Gassteuergerät an die Gasdüsen.
Da Autogas als Kraftstoff jedoch über andere Eigenschaften verfügt als Benzin, müssen im Gassteuergerät die entsprechenden Signale bezüglich der Einspritzzeit und der Einspritzmenge so umgewandelt werden, das sie der Energiemenge entsprechen, die dem Motor im Benzinbetrieb zugeführt wird. Damit bleibt die dominierende Rolle der Motorsteuerung beim Motorsteuergerät.
Dieses braucht jedoch jede Menge Informationen, um immer die richtige Kraftstoffmenge zu dosieren. Wesentlicher Informationsgeber dabei ist die Lambdasonde, ein Sensor, der permanent den Restsauerstoff in den Abgasen misst und mit dem Luftsauerstoffgehalt vergleicht. Dieser Wert wird im Motorsteuergerät zusammen mit anderen Daten in Sekundenbruchteilen ausgewertet und daraus folgend die korrekte Einspritzmenge berechnet. Davon merkt der Fahrer bis zu diesem Zeitpunkt eigentlich gar nichts bis auf die Tatsache, dass sein Fahrzeug genau so läuft, wie er es eigentlich erwartet. Gibt es in diesem komplizierten Regelwerk einen Fehler, zeigt sich der normalerweise darin, dass die Motorkontrollleuchte aufleuchtet und dem Fahrer meldet, dass mit der Gemischbildung irgendetwas nicht stimmt. Dieser Umstand ist, wenn das Fahrzeug mit einer Gasanlage ausgestattet ist, erst einmal kein Grund zur Panik, auch wenn die Betriebsanleitung des Fahrzeugs meistens umgehend einen Werkstattbesuch empfiehlt. Zunächst einmal muss man wissen, dass die Motorkontrollleuchte sich entweder in der Werkstatt durch das Diagnosegerät löschen lässt oder, abhängig von der jeweiligen Programmierung des Motorsteuergeräts, nach einer entsprechenden Fahrtzeit oder einer Anzahl an Startvorgängen von selbst wieder erlischt. Vorausgesetzt, das der Fehler einmalig auftrat und sich nicht wiederholt.

Kalibrierungsfahrt wichtig

Die Einstellung der fahrzeugspezifischen Gasmenge wird je nach Gassteuergerät vom Hersteller oder Importeur mehr oder weniger grob vorgegeben. Das Feintuning übernimmt dann der Umrüster während der sogenannten Kalibrierungsfahrt. Manche Gassteuergeräte sind mittlerweile auch selbstlernend, das heißt, sie vergleichen bei der Erstinstallation die Kennlinien im Benzinbetrieb mit den Kennlinien im Gasbetrieb.
Mathematisch betrachtet ist alles eine Gleichung, bei der die Gasmenge durch den Faktor „Zeit“ definiert wird. Je länger die Injektoren geöffnet sind, desto mehr Gas strömt in den Motor. Als Formel könnte man es so umschreiben: Die Gasmenge ist gleich der Benzinmenge, multipliziert um den Faktor X. Dieser Faktor wird bestimmt durch Parameter wie den Korrekturfaktor, Drehzahl, Ansaugdruck im Krümmer, Verdampfertemperatur usw. Diese Daten melden verschiedene Sensoren dem Motormanagement.
Wichtiger für den Kunden ist jedoch, dass der Umrüster über ausreichend Erfahrung und Kenntnisse der komplizierten Vorgänge in modernen Motoren beim Einbau von Gasanlagen verfügt, denn die Einstellung der Gasanlage ist nicht mit der Materie vertraute Umrüster oft ein Buch mit sieben Siegeln und ebenso oft die Ursache für kapitale Motorschäden.
Bestes Beispiel hierfür ist der Nissan Qashqai. Im Schubbetrieb gibt das Motorsteuergerät zwar Signale an die Benzineinspritzdüsen, die diese aber im Schub nicht beachten und deshalb auch nicht öffnen. Folgerichtig müsste jetzt trotzdem die identische Menge an Gas jetzt auch durch das Gassteuergerät freigegeben werden. Die würde aber unverbrannt in den Katalysator gelangen und diesen zerstören. Es war einer der Gründe, warum die ersten Nissan Qashqai im Gasbetrieb nach kurzer Kilometerleistung bereits Katalysator- bzw. Motorschäden aufwiesen. Die meisten Umrüster wissen um diesen Umstand und haben das Gassteuergerät so umprogrammiert, dass dieser Gasstoß im Schubbetrieb ausbleibt. Ein weiterer klassischer Fehler ist die zu magere Einstellung des Motors im Gasbetrieb, die zur Überhitzung und damit ebenfalls zu Motorschäden führen kann.

Das ist auch ein Grund, warum wir vom Journal immer wieder von Billigumrüstungen, insbesondere im Ausland, abraten. Es sind genügend Fälle bekannt, in denen die Umrüster die Steuergeräte so umprogrammiert haben, dass die Motorkontrollleuchte gar nicht erst aufleuchtet. Andere haben sich noch weniger Mühe gemacht und diese gleich tot gelegt.
Mittlerweile sind mit der wachsenden Bedeutung der Emissionswerte auch die Anforderungen an die Gassteuergeräte weiter gestiegen. Die meisten Gassteuergeräte sind kleine Elektronikwunder und können je nach aufgespieltem Kennfeld für Autogas, Erdgas und sogar für den Diesel-Gas-Mischbetrieb genutzt werden. Selbst solche Faktoren wie die Zündverstellung in Anpassung an die Oktanzahl im Kraftstoff bewerkstelligen die meisten modernen Gassteuergeräte spielend. Wichtig ist nur, dass letztendlich der Umrüster sein Handwerk versteht. Dazu gehört jedoch auch die richtige Auswahl der Gasanlage, denn moderne Motorsteuerungen verstehen sich längst nicht mehr mit allen Gassteuergeräten. Regeln die Gassteuergeräte nicht entsprechend genau, wie es die Vorgaben des Motorsteuergeräts verlangen, kann auch das zu Fehlermeldungen führen. Die zeigen sich, wie bereits erwähnt, durch ein Aufleuchten der Motorkontrollleuchte.         Wolfgang Kröger

Autogas Journal

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Steuergerätefertigung bei AC im polnischen Bialystok. Für Kleinserien werden die entsprechenden Komponenten per Hand auf die Platinen gesteckt.

Informationen über Autogas Venturitechnik und Venturianlagen

28. Februar 2013 – 16:29 | Kommentare deaktiviert

Die Venturitechnik ist die älteste sowie preisgünstigste Lösung. Hierbei wird ein unterdruckgesteuertes Dosierventil in den Ansaugstutzen montiert und Gas unterdruckgesteuert dosiert.
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Ab Dezember wird auf Wintergas umgestellt

28. Februar 2013 – 16:14 | Kommentare deaktiviert
Autogas im Winter

Tipps für die kalte Jahreszeit
In der kalten Jahreszeit auf das richtige Mischungsverhältnis achten, sonst kann der Motor das schon mal mit einem Ruckeln, oder je nach Außentemperatur, mit einem völligen Versagen der Gasanlage quittieren.
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